Lehrgänge und Kurse im Jahr 2010  
Wilfried Gehrmann: Lehrgang zur Einführung in die Arbeit mit der Doppellonge
 

Am 22.02.2010 gab Wilfried Gehrmann einen Lehrgang zur Einführung in die Arbeit mit der Doppellonge auf der Anlage des Reitervereins Bayer Leverkusen.

In Theorie und Praxis wurden die Möglichkeiten des Trainings an der Doppellonge gezeigt.
Zahlreiche Gäste aus dem Verein und von außerhalb waren fasziniert von den Demonstrationen.
Seine Einführung in die Arbeit mit der Doppellonge eröffnete Wilfried Gehrmann mit einem
Dia-Vortrag. Zu Beginn führte er aus, dass sich erstmals an der Doppellonge gearbeitete Pferde stark in ihrer Gelassenheit bezüglich der Longenführung und des Gerteneinsatzes unterscheiden und er deshalb stets zu Wachsamkeit und Vorsicht aufrufen wolle. Er empfahl das Absolvieren der Longierabzeichen der Klassen IV und III, bevor man sich im Rahmen des Abzeichens der Klasse II an die Arbeit mit der Doppellonge wagen kann.
In der folgenden Theorie erläuterte er die Ausbildung an der Doppellonge anhand von Fallbeispielen. Ein ursprünglich von der Galoppbahn kommendes Pferd zum Beispiel, das in keiner Form für die dressurmäßige Arbeit bemuskelt war, sollte sich zum Dressurpferd entwickeln und ausgebildet werden. Besonders die von ihm gezeigten Bilder waren dabei beeindruckend, da selbst der Laie die Entwicklung des Pferdes im Verlaufe seines Trainings erkennen konnte. Gehrmann zeigte, stets durch zahlreiche eingängige Bilder seiner vierbeinigen Schüler unterstützt, die Ausbildung des Pferdes vom Erarbeiten des ersten Vorwärts-abwärts, über das Schenkelweichen, die Schwungentfaltung und Versammlung,  Travers und Traversalen, bis hin zur Entwicklung der Piaffe und Passage an der Doppellonge. Er machte darauf aufmerksam, dass die Doppellonge als Möglichkeit der Ausbildung vom Boden besonders bei der Ausbildung unter dem Sattel ungestümer oder verkrampfter  Pferde sowie bei Ponys, die keinen erwachsenen Ausbilder tragen könnten, mit großer Effektivität zum Einsatz käme. Anhand vieler Zitate arbeitete er eine seiner Devisen „Lieber gut longiert, als schlecht geritten“ heraus.

Im praktischen Teil des Seminars zeigte Wilfried Gehrmann unterstützt von dem Betriebsleiter des Reiterverein Bayer Leverkusen Rolf Grebe die Möglichkeiten der Arbeit an der Doppellonge an verschiedenen Beispielen auf unterschiedlichem Ausbildungsniveau
 
Die Demonstration begann mit dem von der Familie Westfal zur Verfügung gestellten Versace.

Versace, der zwar in seiner Ausbildung unter dem Sattel am Übergang von der Klasse M zur Klasse S steht, hatte noch keine Erfahrung mit der Arbeit an der Doppellonge.

Das extrem sensible Pferd ermöglichte Wilfried Gehrmann die Heranführung eines anstelligen Pferdes an die Arbeit mit der Doppellonge zu demonstrieren.

Der zweite Kandidat war der von Beate Glaubitz zur Verfügung gestellte Valentino.

Auch Valentino hatte noch keine Erfahrung mit der Doppellonge und reagierte zunächst verunsichert. Nachdem er zunächst am Kopf geführt wurde verstand er jedoch schnell, was von ihm erwartet wurde und entwickelte mehr Energie als der Arbeit an der Doppellonge gut tat.
Daher arbeitete Wilfried Gehrmann ihn zunächst am Langzügel mit bemerkenswertem Erfolg.

 
Dann konnte mit der bereits mit der Arbeit an der Doppellonge vertrauten Desiree, die von Gaby Pohlmann zur Verfügung gestellt wurde, die Arbeit in Piaffe und Passage an der Doppellonge demonstriert werden.
Desiree zeigte mit großem Eifer, dass ihr die Arbeit an der Doppellonge zusagte.
Den Abschluss machte das Schulpferd des Reiterverein Bayer Leverkusen Chicago. Wilfried Gehrmann zeigte hier die Möglichkeiten der Arbeit über Stangen und kleine Hindernisse an der Doppellonge.
 
Zwischen den einzelnen Demonstrationen gab es Gelegenheit Fragen zu stellen. Für die Teilnehmer des Seminars war es ein interessanter und lehrreicher Abend.

[Larissa Mühlenbeck und Andreas Groten]
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