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Organisation: 01.04.2009 Rolf Grebe wird neuer Leiter Reitbetrieb |
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| Zum 1. April diesen Jahres hat der Reiterverein Bayer Leverkusen einen neuen Leiter Reitbetrieb: Rolf Grebe. Aus diesem Grunde haben wir mit ihm ein Interview geführt. |
Herr Grebe am 1. April treten Sie ihre Stelle als Leiter des Reitbetriebs auf unserer Anlage an – mit über 80 Pferden, die hier stehen und sieben Tagen Schulunterricht in der Woche wartet ein großes Pensum auf Sie. Viele Mitglieder unseres Vereins kennen Sie noch nicht und sind daran interessiert, mehr über Sie zu wissen. Darum möchten wir Sie bitten, sich kurz vorstellen. Fangen wir mit Ihrer Ausbildung an, wie sieht da Ihr Werdegang aus?
Seit August 2007 unterrichte ich wieder hier auf der Anlage, viele der Mitglieder, die schon länger im Verein sind, kennen mich noch von früher. Angefangen habe ich mit einer Lehre Pferdewirt Zucht und Haltung, die ich 1987 beendet habe. 1989 wurde ich dann Pferdewirt Schwerpunkt Reiten, also Bereiter FN. Mein Ausbilder war Jürgen Dücker aus Bad Marienberg im Westerwald. |
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Daran anschließend habe ich zwei Meisterprüfungen abgelegt, einmal die zum Pferdewirtschaftsmeister Zucht und Haltung, welche ich im Juni 1995 abgeschlossen habe und 1996 dann zusätzlich zum Pferdewirtschaftsmeister Reiten (Reitlehrer FN).1997 folgte eine Weiterbildung in Unternehmensführung, Marketing und Betriebswirtschaft. Seit 2007 bin ich im Prüfungsausschuß für Pferdewirte und seit 2008 auch Bewegungstrainer EM nach Eckart Meyners.
Bleiben wir zunächst beim Reiten. Was sind Ihre wichtigsten Prinzipien?
Unbedingt sollen Reiter und Pferd nach der klassischen Reitlehre ausgebildet werden. Sie ist vielfach beschrieben und ergänzt worden und auch für mich bis heute die Richtschnur für gutes Reiten. Besonders wichtig finde ich, nicht nur das Pferd richtig zu gymnastizieren, sondern auch die Reiterin und den Reiter im Blick zu haben. Meiner Meinung nach fängt Tierschutz mit dem Sitz des Reiters an. Darum habe ich mich für die Bewegungslehre interessiert.
Was machen Sie selbst?
Bevor ich morgens anfange, die Pferde locker zu machen, mache ich selbst meine Übungen am Boden und auf dem Pferd. Eigentlich mache ich diese Übungen jeden Tag.
Im letzten Jahr haben wir Sie hier bei uns in der Dressur Prüfung Klasse S platziert gesehen. Erzählen Sie uns dazu etwas.
In der Dressur bilde ich aus bis zur Klasse S und stelle meine Pferde entsprechend auf Turnieren vor, meine Ausbilder und Trainer waren viele Jahre Reitmeister Jean Bemelmanns und Winfried Gehrmann. Im Springen starte ich bis Klasse M.
Was wird Ihr Aufgabengebiet bei uns sein?
An allen Tagen außer montags werde ich ab dem späteren Vormittag auf der Anlage sein. Als Betriebsleiter bin ich für die Stallungen und den Reitbetrieb verantwortlich. Das geht natürlich nur in einem funktionierenden Team und ich hoffe, dass wir das sein werden. Mit den Reitlehrerinnen habe ich schon gesprochen, der neue Stundenplan ist fertig. So werden an meiner Seite alle drei weiterhin Unterricht geben. Mit dem Stallpersonal setze ich mich jetzt zusammen. Neben den Reitstunden werde ich mir die Schulpferde noch genauer vornehmen, sie selber auch reiten und korrigieren. Natürlich kümmere ich mich auch um Unterricht und Beritt der Privatpferde.
Was sind Ihre Ziele für unseren Reitverein?
Neben den normalen Unterrichtstunden werden wir wie bisher Dressurförderung betreiben, dazu wird auch Springförderung kommen. Ich möchte, dass die, die das wollen, die Möglichkeit haben, regelmäßig auf Turnieren zu starten. Dazu gehören auch Pferde, die sich dafür eignen. Ich möchte mehr anbieten, um das Reitwissen zu vergrößern, dazu wollen wir abends Veranstaltungen mit Filmen und Vorträgen zu verschiedenen Themen organisieren. Neben den Jugendlichen haben wir viele erwachsene Reiterinnen und Reiter. Diese Wieder- und Neueinsteiger wollen anders gefördert werden, das werden wir berücksichtigen und für diese Zielgruppe auch Lehrgänge anbieten. Und nicht zu vergessen: die Gruppe der Voltigierer ist ziemlich groß. Mit ihnen teilen wir uns die Pferde und jeder Bereich sollte über den anderen viel mehr wissen.
Das klingt spannend und interessant. Herzlich willkommen bei uns! Und danke für das informative Interview.
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